ess-News

„Alles Wissen und alles Vermehren unseres Wissens endet nicht mit einem Schlußpunkt, sondern mit einem Fragezeichen.“ (Hermann Hesse)



September 2018: Low-Carb-Diät erhöhe die Sterblichkeit?

Wie man aus der Presse erfahren kann, erhöht eine Low-Carb-Diät die Sterblichkeit. Wer es wagt Kohlenhydrate zu reduzieren, muss damit rechnen, vier Jahre früher aus dem Leben zu scheiden. 
Das sind Meldungen, die Journalisten in die Welt streuen - ohne offensichtlich die Studie zu lesen oder zu hinterfragen. Ganz nach dem Motto: only bad news are good news. 
Weltweit hat diese Arbeit, die im Landet erschienen ist, bei renommierten Wissenschaftlern für Entsetzen gesorgt, denn wieder einmal wird aus einer Korrelation ein ursächlicher Zusammenhang interpretiert. 
 
Was ist also dran an dieser Studie? Wie sinnvoll ist die Epidemiologie, um Ernährungsempfehlungen zu geben? Wo sind die Schwächen dieser Arbeit? Und steckt möglicherweise eine Lobby hinter dieser ganzen Schwarzmalerei? 
Damit Sie auch in Zukunft keine "Angst" vor Low-Carb haben, lesen Sie bitte den Kommentar von Dr. med. Johannes Scholl,  

https://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/adipositas/article/969649/studie-erhoehte-sterblichkeit-durch-low-carb-diaet.html#comment




Juni 2018: Die Kunst, genussvoll abzuspecken

Saarbrückener Zeitung, Martin Lindemann

Die Flexi-Diät:
Vielen Übergewichtigen fällt es schon schwer, merklich abzuspecken. Das neue Gewicht zu halten, ist noch schwieriger. Und doch kann es ohne großen Verzicht gelingen. Hier geht es zum Artikel




April 2018: Spargel: Königliches Gemüse mit vielfältigen Eigenschaften

von Franca Mangiameli 

Klopft der Frühling an, lässt auch der Spargel nicht mehr lange auf sich warten. Dieses königliche Gemüse, auch essbares Elfenbein bezeichnet, ist nicht nur wegen seines delikaten Geschmacks und seiner figurfreundlichen Eigenschaften beliebt, sondern wird auch hinsichtlich seiner positiven Effekte auf die Gesundheit schon seit Jahrhunderten geschätzt. Obwohl der Spargel gerade mal 18 Kilokalorien pro 100 Gramm liefert, ist er reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Mit einer Portion von 500 Gramm frischen Spargel decken Sie bereits Ihren Vitamin C Bedarf und nehmen etwa so viel Kalzium auf wie mit 125 ml Milch. Weiterhin strotzt Spargel nur so vor Folsäure, Vitamin E, Kalium und Magnesium. Sein hoher Wassergehalt von 94 Prozent macht aus den weißen und grünen Stangen ein kalorienarmes Lebensmittel, das durch seinen relativ hohen Ballaststoff- sowie Eiweißgehalt länger im Magen verweilt und damit lange satt macht. Darüber hinaus stabilisiert er den Blutzucker, wodurch er Heißhungerattacken vorbeugt. Selbst Low-Carb-Liebhaber müssen auf den Genuss von Kartoffeln zum Spargel nicht gänzlich verzichten. Das Stangengemüse ist in der Lage die Verdauung von Stärke zu hemmen, wodurch ein Teil unverdaut ausgeschieden wird. Und wenn Sie dann noch die Kartoffeln abgekühlt verzehren, sparen Sie noch mehr Kohlenhydrate ein. Durch den Erkaltungsprozess wird nämlich ein Teil der Stärke resistent und somit unverdaulich. Spargel macht nicht nur schlank und satt, sondern bringt auch Ihre Verdauung auf Touren, indem er den guten Darmbakterien das notwendige Futter für eine gesunde Darmflora liefert. Sekundäre Pflanzenstoffe wirken darüber hinaus cholesterinsenkend, zellschützend, immunstärkend und entzündungshemmend. Spargel besitzt weiterhin einen antidiabetischen-Effekt: er senkt nämlich den Blutzuckerspiegel –all das zumindest im Tierversuch. Ferner wirken Kalium und Asparaginsäure im Spargel harntreibend, reinigend und sogar gegen den gemeinen Kater. Wenn Sie also zu tief ins Bierglas geschaut haben und lästige Kopfschmerzen am Folgetag vermeiden wollen, dann rate ich Ihnen Spargel zu essen. Dieser ist nämlich in der Lage die Aktivität alkoholabbauender Enzyme erhöhen. Bei all diesen positiven Eigenschaften ist es nicht verwunderlich, dass der Asparagus officinalis, so seine lateinische Bezeichnung, bereits von Hippokrates de Kos im Jahre 450 v Chr. als Heilmittel bezeichnete wurde. 
Nun aber zur Schattenseite dieses begehrten Gemüses, die sich bei den meisten von uns erst beim folgenden Toilettengang nach Spargelgenuss bemerkbar macht: ich spreche vom typischen schwefeligen Uringeruch, der uns ein ziemliches Naserümpfen bereitet! Zunächst aber die gute Nachricht: der charakteristische Spargel-Uringeruch ist nichts Schlimmes. Eine ältere Theorie besagt, dass alle Menschen das charakteristische Aroma nach dem Spargelessen auf der Toilette verströmen, nur nicht alle die Fähigkeit besitzen diesen unangenehmen Duft auch wahrzunehmen. Gemäß einer anderen Hypothese sind nur 40 Prozent der Menschen genetisch mit einem Enzym ausgestattet, mit dem sie den Aromastoff „Asparagusinsäure“ in geruchsintensive schwefelhaltige Verbindungen zersetzen und anschließend mit dem Urin ausscheiden können. Schenken wir der allerneusten Studie Glauben, so ist wohl an beiden Hypothesen etwas dran. 
Wie auch immer - genießen Sie die Spargelsaison, egal ob grün oder weiß – Spargel ist vielseitig einsetzbar: als Salat, mit Sauce Hollaindaise, gebraten zum Steak oder wärmend als Suppe.