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„Alles Wissen und alles Vermehren unseres Wissens endet nicht mit einem Schlußpunkt, sondern mit einem Fragezeichen.“ (Hermann Hesse)



April 2018: Spargel: Königliches Gemüse mit vielfältigen Eigenschaften

von Franca Mangiameli 

Klopft der Frühling an, lässt auch der Spargel nicht mehr lange auf sich warten. Dieses königliche Gemüse, auch essbares Elfenbein bezeichnet, ist nicht nur wegen seines delikaten Geschmacks und seiner figurfreundlichen Eigenschaften beliebt, sondern wird auch hinsichtlich seiner positiven Effekte auf die Gesundheit schon seit Jahrhunderten geschätzt. Obwohl der Spargel gerade mal 18 Kilokalorien pro 100 Gramm liefert, ist er reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Mit einer Portion von 500 Gramm frischen Spargel decken Sie bereits Ihren Vitamin C Bedarf und nehmen etwa so viel Kalzium auf wie mit 125 ml Milch. Weiterhin strotzt Spargel nur so vor Folsäure, Vitamin E, Kalium und Magnesium. Sein hoher Wassergehalt von 94 Prozent macht aus den weißen und grünen Stangen ein kalorienarmes Lebensmittel, das durch seinen relativ hohen Ballaststoff- sowie Eiweißgehalt länger im Magen verweilt und damit lange satt macht. Darüber hinaus stabilisiert er den Blutzucker, wodurch er Heißhungerattacken vorbeugt. Selbst Low-Carb-Liebhaber müssen auf den Genuss von Kartoffeln zum Spargel nicht gänzlich verzichten. Das Stangengemüse ist in der Lage die Verdauung von Stärke zu hemmen, wodurch ein Teil unverdaut ausgeschieden wird. Und wenn Sie dann noch die Kartoffeln abgekühlt verzehren, sparen Sie noch mehr Kohlenhydrate ein. Durch den Erkaltungsprozess wird nämlich ein Teil der Stärke resistent und somit unverdaulich. Spargel macht nicht nur schlank und satt, sondern bringt auch Ihre Verdauung auf Touren, indem er den guten Darmbakterien das notwendige Futter für eine gesunde Darmflora liefert. Sekundäre Pflanzenstoffe wirken darüber hinaus cholesterinsenkend, zellschützend, immunstärkend und entzündungshemmend. Spargel besitzt weiterhin einen antidiabetischen-Effekt: er senkt nämlich den Blutzuckerspiegel –all das zumindest im Tierversuch. Ferner wirken Kalium und Asparaginsäure im Spargel harntreibend, reinigend und sogar gegen den gemeinen Kater. Wenn Sie also zu tief ins Bierglas geschaut haben und lästige Kopfschmerzen am Folgetag vermeiden wollen, dann rate ich Ihnen Spargel zu essen. Dieser ist nämlich in der Lage die Aktivität alkoholabbauender Enzyme erhöhen. Bei all diesen positiven Eigenschaften ist es nicht verwunderlich, dass der Asparagus officinalis, so seine lateinische Bezeichnung, bereits von Hippokrates de Kos im Jahre 450 v Chr. als Heilmittel bezeichnete wurde. 
Nun aber zur Schattenseite dieses begehrten Gemüses, die sich bei den meisten von uns erst beim folgenden Toilettengang nach Spargelgenuss bemerkbar macht: ich spreche vom typischen schwefeligen Uringeruch, der uns ein ziemliches Naserümpfen bereitet! Zunächst aber die gute Nachricht: der charakteristische Spargel-Uringeruch ist nichts Schlimmes. Eine ältere Theorie besagt, dass alle Menschen das charakteristische Aroma nach dem Spargelessen auf der Toilette verströmen, nur nicht alle die Fähigkeit besitzen diesen unangenehmen Duft auch wahrzunehmen. Gemäß einer anderen Hypothese sind nur 40 Prozent der Menschen genetisch mit einem Enzym ausgestattet, mit dem sie den Aromastoff „Asparagusinsäure“ in geruchsintensive schwefelhaltige Verbindungen zersetzen und anschließend mit dem Urin ausscheiden können. Schenken wir der allerneusten Studie Glauben, so ist wohl an beiden Hypothesen etwas dran. 
Wie auch immer - genießen Sie die Spargelsaison, egal ob grün oder weiß – Spargel ist vielseitig einsetzbar: als Salat, mit Sauce Hollaindaise, gebraten zum Steak oder wärmend als Suppe. 




Februar 2018: Definiere dich neu: Mehr Krafttraining, mehr Eiweiß = sexy Muskeln

von Franca Mangiameli 

80 Prozent aller Deutschen fühlen sich zu dick und wollen abnehmen. Davon auch viele Schlanke, die sich an dem einen oder anderen Pfündchen stören. So hungern sie sich mühevoll noch das letzte Speckröllchen herunter – gemäß dem Motto: Hauptsache schlank!  Aber ist einfach nur schlank sein auch immer schön? Und wer sagt, dass schlanke Menschen automatisch auch wenig Körperfett besitzen? Wenn ich durch die Stadt laufe, beobachte ich berufsbedingt Menschen beim Einkaufen oder beim Essen, aber auch ihre Körperform sowie die Körperhaltung nehme ich ins Visier. In meiner eigenen Beobachtungsstudie ist mir aufgefallen, dass es unter den Schlanken zunehmend Teenager und Erwachsene gibt, die immer weniger Muskelmasse besitzen und ohne Körperspannung, mit eingesackten Schultern und krummen Rücken, hinter ihren Füßen herlaufen. Selbst die hübscheste schlanke Person verliert bei einer solchen Haltung ihre attraktive Wirkung. Im Verhältnis zur Muskelmasse, haben solche Menschen einen sehr hohen Körperfettanteil. Wissenschaftler haben die „dicken“ Schlanken, wenn sie dazu auch noch relativ viel verstecktes Bauchfett besitzen „TOFIs“ - Thin Outside, Fat Inside- getauft, zu Deutsch: „außen schlank und innen fett“. Solche TOFIs werden nicht fettfreier vom weiteren Abnehmen. Im Gegenteil, sie würden immer mehr Muskelmasse abbauen und weiter an Form verlieren. An alle sich angesprochenen TOFIs: Richtet euch auf, streicht Diäten aus euren Köpfen und baut lieber eure Muskeln auf. Muskeln sind sexy, sie definieren den Körper, formen und straffen ihn und sorgen für eine tolle selbstbewusste Körperhaltung. Und so geht´s: Für einen effektiven Muskelaufbau brauchen Sie einerseits einen Muskelreiz in Form von Krafttraining und andererseits das richtige „Muskel-Futter“ zum richtigen Zeitpunkt. Durch das Stemmen von Gewichten wird der Muskel besonders „gefräßig“. Das sollten Sie ausnutzen, denn in diesem Zustand nimmt der Muskel sehr effektiv Bausubstanz, also Eiweiß, zum Wachsen auf. Wissenschaftler raten möglichst schnell nach dem Krafttraining, bis maximal eine Stunde danach, 20-25 Gramm hochwertiges Eiweiß zuzuführen. Das beste Eiweiß für schöne Muskeln kommt aus der Milch – das sogenannte Molkenprotein oder unter Profis auch Whey-Protein genannt. Es ist reich an der Aminosäure Leucin, welche den Muskelaufbau steuert. Deswegen sind kohlenhydratarme Eiweißshakes mit einem hohen Anteil an Molkenprotein besonders empfehlenswert. Bei Kuhmilcheiweißallergie eignen sich auch Eiweißpulver auf Sojabasis. Wem Eiweißpulver an sich zu teuer ist, kann auch auf 500 Milliliter magere Milch zurückgreifen oder Sojamilch genießen. Und wer weder Soja, noch Kuhmilch mag,  der sollte zu festen Eiweißquellen, z.B. 125-150 g magerem Fleisch oder Schinken 125-150 g Fisch oder  2-3 Eiern, greifen. Schaffen Sie es 3mal pro Woche alle großen Muskelgruppen zu trainieren, direkt nach dem Training hochwertiges Eiweiß zuzuführen und sich darüber hinaus auch an trainingsfreien Tagen eiweißreich und kohlenhydratarm zu ernähren, dann dürfte ihrer definierten und durchtrainierten Figur im Sommer nichts mehr im Wege stehen. Also, am besten jetzt schon loslegen! 




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